Die Signalstation

Die MTV-Besatzung der Signalstation an der Weserpromenade steht immer dann, wenn die Vereinsflagge am Mast weht, für Fragen und Besichtigungen zur Verfügung. Vereinsintern hat sie auch noch eine zweite wichtige Aufgabe.
Dort treffen sich die an der maritimen Geschichte Interessierten. Sie forschen und recherchieren, bieten allerlei Lesestoff aus der Geschichte und suchen Antworten auf aktuelle und historische Fragen.

Die Geschichte dieser Einrichtung ist lang. Schon in Preußen und sogar davor gehörte es zu den maritimen Traditionen in Vegesack, dass der Hafenmeister, der Signalmeister und zuletzt - die Mitarbeiter des Bremer Hafenamtes nicht nur in bremischen Diensten standen. Stets war auch die deutsche Obrigkeit in Vegesack vertreten.
Als zuerst in den 80er Jahren mit der Einführung der Radarleittechnik auf der Weser die Signalstation überflüssig wurde, war der Bundesverkehrsminister deshalb mit im Boot. Er war Eigentümer der Signalstation - Bremen stellte nur das Personal. Deshalb gab es die Diskussion um die Zukunft des exponierten Gebäudes an der Vegesacker Weserpromenade mit dem Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Bremen.
Jahrelang ...
Nach dem ersten - geplatzen - Ziel, die Signalstation mieten, übernehmen oder kaufen zu können, wurde die Strategie in Vegesack verändert. Es war in den Verhandlungen zuvor klar geworden, dass es in der Wasserstraßenverwaltung des Bundes keine Absicht gab, weiterhin Besitzer des Gebäudes sein zu wollen.
Es ist dem Bremer Finanzsenator Klaus Grobecker zu danken, dass schließlich das Gebäude vom Land Bremen übernommen wurde. Damit war der Weg für den MTV Nautilus frei, als Mieter dort einzuziehen und diese maritime Tradition fortzusetzen.